1.5 Countersteer
CounterSteer-Guide written by AresOnes

1.Was ist CounterSteer

CounterSteer beschreibt ein bestimmtes Fahrverhalten was bei Motorrädern und Autos vorzufinden ist, da es hier um RC cars geht beschränke ich mich auf die Autos. Beim Countersteering lenkt man zuerst in die Richtung, in die man fahren möchte um kurz darauf in die andere Richtung gegenzulenken. Diese Technik kommt aus dem 1:1 Driftsport und ist nötig, damit die RWD (RearWheelDrive) Driftautos sich nicht im Kreis drehen. Im RC Bereich (1:10) wird das erreicht, in dem der RWD der Driftautos imitiert wird.. Da „richtiges“ RWD bei RC cars nicht leicht zu kontrollieren ist gibt es ein „abgeschwächte“ Version davon, nämlich dass sich die Hinterräder schnelle drehen als die Vorderräder, aber die Vorderräder trotzdem noch vom Motor angetrieben werden. Diesen Effekt werde ich im weiteren Verlauf auch „CS“ (CounterSteer) nennen.

2.Welche Arten von CS setups gibt es

Es gibt drei unterschiedliche Grundsetups:
UnderDrive: Vorderräder drehen sich langsamer
OverDrive: Hinterräder drehen sich schneller
Mix: Vorderräder drehen sich langsamer und Hinterräder drehen sich schneller
Jede dieser Varianten hat Ihre Stärken und Schwächen. Während Underdrive kontrollierbarer ist wird man nie die Geschwindigkeit von einem Overdrive setup erreichen. Das Mix setup ist der Bereich zwischen den beiden Extremen und beliebig einstellbar.

3.Wie kann ich die Stärke meines CS setups bestimmen?

Die „Stärke“ des CS setups kann auf verschiedene Weisen angegeben werden, am meisten verbreitet ist die Schreibweise in % (z.B: 90% CS) oder in Dezimalen (1.9 CS)
Aus den Zahlen geht allerdings nicht hervor, ob es UD oder OD setups sind, geben aber Auskunft über die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Vorder- und Hinterräder.
60% CS heißt dass sich, wenn sich die Vorderräder mit 100% drehen, sich die Hinterräder mit 160% drehen, also 60% schneller. Je höher dieser Wert, desto Hecklastiger wird der Antrieb bis es schließlich fast nurnoch RWD ist. Allerdings ist 100% CS =!= RWD.

4.Was ist ein guter Startwert für mein CS setup?

Man sollte erstmal mit einem niedrigen Wert Anfangen, am Besten zwischen 55 und 60%. Später kann man dann auf 70 – 130% aufrüsten. Für den Anfang ist es allerdings wichtig erstmal ein Gefühl für das Gegenlenken zu bekommen und sich den neuen Fahreigenschaften anzupassen. Ändern kann man es immernoch Wink

5.Ok, schön und gut, aber wie zum Teufel bekomme ich jetzt CS in mein RC car?

Also, um CS selber bestimmen zu können ist ein Riemenchassis von Vorteil (Tamiya TA-05, Yokomo DRB, HB TC-D,....). Es gibt mitlerweile auch CS sets für Shaft driven cars, wie z.b. das TT01, diese sind allerdings nicht einstellbar und schlecht zum fine-tuning geeignet, also eher ungünstig. Nun müssen wir die T(Teeth)-Zahl der Pulleys verändert, über die die Riemen laufen. Eine Formel zum Berechnen vom CS ist:
(FP/FC : RP/RC ) -1 = x,xxxx * 100 = CS %
FP = FrontPulley, FC = FrontCenterpulley, RP = RearPulley, RC = RearCenterpulley



(Viele dieser Teile gibt es nicht für das jeweilige Chassis zu kaufen, deshalb ist hier immer ein bisschen DIY (DoItYourself) angesagt, aber das macht das Ganze noch interessanter. Für's TA05 passen teilweise auch pulleys vom TA04, etc....bei Fragen zu verfügbaren Pulleygrößen für dein Chassis, einfach eine PM an mich, ich versuche dann so gut es geht zu helfen.)
Beliebtes CS-Car, das Tamiya TA05-VDF




6.Cool, jetzt habe ich CS in meinem RC car, kann ich sofort loslegen?

Theoretisch schon, aber es ist besser, das restliche setup des Wagens an das neue CS setup anzupassen. Da es sich realistischer fährt kann man sich dazu auch echte Driftautos zur Hilfe nehmen, viele Sachen sind da übertragbar. Das fängt schon bei der Lenkung an.
Eine schnelle Lenkung mit großem Winkel ist schonmal von Vorteil. Ein guter Servo ist also Pflicht. Durch einen höheren Lenkeinschlag kann man bessere Winkel fahren und ein „ausdrehen“ des Fahrzeugs vermeiden. Ein Wert von 40° sollte hier das Minumum sein (TA-05 VDF Standard). Je mehr, desto besser Smile



Auch der Sturz der Räder wird häufig vernachlässigt.. Vorallem bei den Vorderrädern kann er helfen ihnen mehr Grip zu geben, so dass das Auto stabiler beim Lenken bleibt und nicht das ganze Heck unkontrollierbar ausbricht, weil es über die Vorderräder „schiebt“. Der Sturz sollte negativ sein (also z.b. -10°). Einen ultimativen Richtwert gibt es hier nicht, aber -5 bis -10° sind gute Werte zum ausprobieren.



Die Stoßfänger sollten hinten auch weicher sein, um das Heck leichter ausbrechen zu lassen und vorne härter um Stabilität zu gewährleisten. Ab hier gibt es noch eine Menge kleinerer Einstellmöglichkeiten, wie z.B. Bodenfreiheit, verschiedene Dämpferöle, das muss allerdings jeder für sich selbst rausfinden was am Besten zu seinem Fahrstil und Chassis passt.


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